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Podiumsdiskussion: "Zwischen Fake News und Fact Checking: Die Transformationen des öffentlichen Raumes"

Samstag, 26. Mai 2018

18:15-19:45 Uhr

Seminaris CampusHotel, Conference Center

Demokratien brauchen informierte Bürger und einen Raum, in dem Ideen ausgetauscht und Politik kommuniziert wird. So wird Legitimität und Vertrauen in das politische System erzeugt. Medien spielen hier eine ganz zentrale Rolle. Sie bieten zum einen die Arena für den Austausch von Ideen, sie agieren aber zugleich auch als quasi-vierte Gewalt, die die Regierung kontrolliert, Regierungshandeln beschreibt und bewertet und so die Politik den Bürgern vermittelt. Nur so können Transparenz und Vertrauen in die Politik erzeugt werden, die beide zentrale Säulen demokratischer Gemeinwesen sind.

Im post-faktischen Zeitalter werden diese Fundamente in Frage gestellt. Fake news und alternative facts sind zu Instrumenten der Delegitimierung konträrer Positionen und der Medien insgesamt geworden. Fact checking wird als Gegenstrategie etabliert, um verlorengegangenes Vertrauen wiederaufzubauen, wird anderseits aber primär dazu benutzt, um fake news und Lügen zu identifizieren. Das Vertrauen in die Medien und den öffentlichen politischen Diskurs wird so vielleicht noch weiter untergraben. Ein funktionierendes demokratisches Gemeinwesen braucht einen legitimen politischen Diskurs. Kann ein solcher öffentlicher Diskurs nicht wiederhergestellt werden, so ist dies eine grundlegende Bedrohung für die Demokratie insgesamt.

Im Rahmen dieses Panels sollen die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die Qualität und Funktionsfähigkeit von Demokratien diskutiert werden. Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen der Wissenschaft und der Praxis diskutieren die Funktion von fake news und fact checking sowie mögliche Strategien zur Stärkung des Vertrauens in Medien.

 

Diskussion in deutscher Sprache mit:

 

Hanan Badr (Freie Universität Berlin)

Ingrid Gessner (Universität Regensburg)

Anke Ortlepp (Universität Kassel)

Alexandra Schuler (Stellv. Redaktionsleiterin dpa Foto)

 

Moderation: Christian Lammert (FU Berlin)