Prof. em. Dr. Heinz Ickstadt

ickstadt

Abteilung Literatur

Adresse Lansstraße 7-9
Raum 317
14195 Berlin
Telefon 030 838-54015
Fax 030 838-52641
E-Mail ickstadt@zedat.fu-berlin.de

Sprechstunde

Nach Vereinbarung

 


Wissenschaftlicher Werdegang

Studium der Anglistik/Amerikanistik und Germanistik an den Universitäten Mainz, Freiburg, Berlin.

1960-1961
Fulbright-Stipendium an die University of Notre Dame, South Bend, Ind.

1968
Promotion an der Freien Universität Berlin. Dissertation: Dichterische Erfahrung und Metaphernstruktur: die Bildersprache Hart Cranes

1969-1978
Wissenschaftlicher Assistent am Amerika-Institut der Universität München

1974-1975
ACLS-Stipendium, Visiting Scholar, Harvard Universität

1978
Professor (C4) für amerikanische Literatur, Freie Universität Berlin

seit 1991
Hochschullehrer im Graduiertenkolleg "Die USA und das Problem der Demokratie"

1993
Fellow am Advanced Studies Center der Rockefeller Foundation, Bellagio, Italien

1996-2000
DFG Gutachter, im gleichen Zeitraum Präsident der European Association of American Studies (EAAS)

2000-2001
Forschungssemester im Wintersemester 2000/2001

 


Förderung

  • DFG: Demokratie als Konstitutionsbedingung der amerikanischen Literatur und Kultur (Graduiertenkolleg)

  • Bosch-Stiftung: Anthologie amerikanischer Lyrik

 


Schwerpunkte in der Lehre

  • Die amerikanische Romantik

  • Die Literatur des späten 19. Js.

  • Fin-de-siècle und Frühmoderne

  • Moderne und Postmoderne (Roman, Lyrik, Malerei)

  • Demokratie- und Nationbegriff in der amerikanischen Literatur

  • Großstadtliteratur

  • Der kanadische Roman im 20. Jahrhundert

 


Dissertationen & Habilitationen

Evelyne Keitel,
Gefühle, Gestimmtheiten und die postmoderne Literatur (Habilitation 1990).

Brigitte Georgi-Findlay,
The Frontiers of Women´s Writing: Women´s Western Narratives and the Rhetoric of Westward Expansion, 1830-1930 (Habilitation 1995).

Bert Büllmann,
Aus dem Getto in die Gesellschaft: Die thematische öffnung und postaktivistische Stilsuche der nordamerikanischen homosexuellen Literatur der achtziger Jahre (1991).

Sabine Sielke,
Intertextual Networking: Constructing Female Subjectivity in the Poetry of Emily Dickinson, Marianne Moore, and Adrienne Rich (1992).

Ruth Mayer,
Selbsterkenntnis, Körperfühlen. Medizinische und philosophische Denkmodelle und Romane Herman Mevilles und Nathaniel Hawthornes (1994).

Martin Klepper,
Ausbruchsversuche: Funktionswandel (in) der postmodernen Literatur: Pynchon, Auster, DeLillo (1994).

Peter Schneck,
Die Kultur im Blick. Wahrnehmung, Bild und Erfahrung im amerikanischen Realismus des 19. Jahrhunderts: Thomas Eakins und Henry James (1996).

 


Magister- & Staatsexamensarbeiten (Auswahl)

Wolfram Fleischhauer,
Formalästhetische Kategorien postmoderner Literatur: Zur Problematik nichttotalisierender und nichtreferentieller Darstellung in Don DeLillos White Noise.

Astrid Franke,
Die Repräsentation des Gewöhnlichen bei Whitman und Wordsworth.

Jean-René Lasalle,
North American Poetry in the Age of Media: Jean Giono, Diane Glancy, Charles Bernstein, Jenny Holzer.

Franka Ostertag,
Die Dingwelt und der Abfall: Material, Metapher und Darstellungsformen der bildenden Kunst und der Literatur in den USA nach 1950.

Peter Schneck,
`The Surfaces of Things and the Boundaries of Art´: Die Bewegung als Wahrnehmungs- und Darstellungsproblem im Werk Thomas Eakins´.

Astrid Welle,
Are We Mexicans? Eine vergleichende Interpretation von Nichols´ The Milagro Beanfield War und Rudolf Anayas Bless Me, Ultima.

 


Kooperationspartner

  • Harvard University (die Professoren Sacvan Bercovitch, Philip Fisher, Werner Sollors)

  • Universität Copenhagen (Prof. Paul Levine)

  • École Normale Supérieure Fontenay-St.Cloud Paris (Prof. Marc Chénetier)

  • University of Nottingham (die Professoren Richard King, Brian Lee, Douglas Tallack)

  • University of East Anglia at Norwich (die Professoren Christopher Bigsby, Malcolm Bradbury, Robert Clark)

  • Universität München (die Professoren Berndt Ostendorf, Ulla Haselstein)

 


Forschungsprojekte

Der amerikanische Roman im 20. Jahrhundert: Transformationen des Mimetischen.

Eine Anthologie amerikanischer Lyrik zusammen mit Eva Hesse (München): eine Anthologie amerikanischer Lyrik, zweisprachig mit Einleitung und Kommentar (im Rahmen einer vierbändigen Anthologie englischsprachiger Dichtung beim Beck Verlag, München; erscheint 1999).

Die Moderne in den USA Die Moderne in den USA: von der modernen zur postmodernen Avantgarde. Während aus europäischer Perspektive die amerikanische Moderne zumindest in ihrer Frühphase eher als ein provinzielles Phänomen erscheint, verstand sie ein Teil der amerikanischen Künstler und Literaten als Projekt der Herausbildung einer Nationalkultur im Zeichen von Modernisierung und Modernität. Es geht um die Herausarbeitung spezifischer amerikanischer Aspekte im Kontext einer internationalen und interkulturellen Moderne in der Zeit nach den beiden Weltkriegen. Habilitationen und Dissertationen, die in diesem Zusammenhang entstehen: Susanne Rohr, Zeichen von Wirklichkeit: Eine semiotische Untersuchung ausgewählter Werke der amerikanischen Literatur von 1890-1986 (Habilitationsprojekt) Sabine Sielke, Reading Rape. The Rhetoric of Sexual Violence in American Literature and Culture (Habilitationsprojekt).

Demokratie als Konstitutionsbedingung der amerikanischen Literatur und Kultur (mit Winfried Fluck) Das Projekt ist Teil des laufenden Graduiertenkollegs am Institut und versucht, die Geschichte der amerikanischen Literatur als Resultat einer Auseinandersetzung mit einem Demokratisierungs- und Enthierarchisierungsprozeß zu begreifen, in dem Demokratie vor allem als Erfahrung und Lebensform verstanden wird. Habilitationen und Dissertationen, die in diesem Zusammenhang entstehen: Doris Dziwas, Oralität in afrikanisch-amerikanischen Texten (Habilitationsprojekt) Astrid Franke, Zur Funktion von Stereotypen in der amerikanischen Literatur von 1900-1929 Franka Ostertag, Abfall als Material und Metapher in der zeitgenössischen bildenden Kunst und Literatur Markus Brückner, Sprache als Schlachtfeld: Narrative Strategien in der Auseinandersetzung mit dem Vietnamkrieg.

 


Ausgewählte Publikationen

Gaehtgens/Ickstadt, Hgg., American Icons: Transatlantic Perspectives on Eighteenth- and Nineteenth Century American Art. Chicago: University of Chicago Press, 1992.

"Trans-national Democracy and Anglo-Saxondom: Fears and Visions of a Dominant Minority in the 1920s", in: W. Binder, ed., Ethnic Cultures in the 1920s in North America. Frankfurt: Lang, 1993, S. 1-15.

"Gewalt im amerikanischen Roman", in: Joas/Knöbl, Hgg., Gewalt in den USA. Frankfurt: Fischer, 1994, S. 175-190.

"Amerikanische Literatur in den fünfziger und sechziger Jahren", Funkkolleg Literarische Moderne, Studieneinheit 22. Tübingen, 1994.

"Loose Ends and Patterns of Coincidence in Don DeLillo's Libra", in: Engler/Müller, Hgg., Historiographic Metafiction in Modern American and Canadian Literature. München, 1994, S. 299-312.

"Die amerikanische Moderne" in: H. Zapf, Hg., Geschichte der amerikanischen Literatur Metzler, 1996.

Der amerikanische Roman im 20. Jh: Transformation des Mimetischen, Darmstadt: Wiss. Buchgesellschaft, 1998.

Eva Hesse, Heinz Ickstadt, Hgg., Englische und Amerikanische Dichtung, Bd. IV München: Beck, 2000, ca. 700 S.