Dr. Gudrun Löhrer

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Abteilung Geschichte

Gudrun Löhrer left the JFKI in 2013. From 2013-14, she was a research associate at Universität zu Köln and is now at the Hans-Böckler-Stiftung.

 

 

 

Gudrun Löhrer studierte von 1997/98-2001 an der Universität Hamburg die Fächer Neuere Geschichte, Lateinamerikastudien und Sport. Im Wintersemester 2001/2002 wechselte sie an die Universität zu Köln, wo sie Anglo-Amerikanische Geschichte, Mittlere und Neuere Geschichte und Englisch studierte. Sie schloss ihr Studium Mitte 2004 mit einer Magistraarbeit zur institutionellen Mythologie des FBI ab. Ende 2005 wechselte sie nach London, um dort als Stipendiatin der University of East London eine Doktorarbeit mit dem Titel: „Cinematic Governmentality: A Cultural History of Tuberculosis and Malaria Health Film in the United States of the 1940s“ zu schreiben.

Seit April 2009 lehrt, forscht und prüft sie am John-F.-Kennedy-Institut, zur Zeit als Gastprofessorin zur Vertretung der Juniorprofessur für Nordamerikanische Geschichte. Sie lehrt auf allen Qualifikationsstufen sowohl am Kennedy-Institut als auch in der Graduate School of North American Studies.

Gudrun Löhrers Forschung konzentriert sich auf das 20. und zunehmend auch auf das 19. Jahrhundert, vornehmlich der U.S.-Amerikanischen Kultur- und Sozialgeschichte. Ihr besonderes Interesse gilt der Geschichte der Medizin und des Gesundheitswesens, aber auch der Geschichte der sozialen Bewegungen, der Sexualität und der Sexarbeit. Ihre aktuelle Forschung konzentriert sich auf die Frauenkampfkunstbewegung als transnationale soziale Bewegung. Im Rahmen dieses Projekts führt sie Oral History Interviews mit Kampfkünstlerinnen aus vielen Ländern, die an der Gestaltung dieser Bewegung aktiv beteiligt waren und sind.

Des Weiteren arbeitet sie an einer Monographie zur Kulturgeschichte von Malaria- und Tuberkulosefilmen und entwickelt ein Postdoc-Projekt zur Kulturgeschichte amerikanischer Banknoten im frühen 19. Jahrhundert. Sie hat mit der Theorie der Cinematic Governmentality ein theoretisches Gerüst für die Analyse von gesundheitspolitischen Filmen entwickelt, dass es ermöglicht, diese Filme jenseits der Propagandatheorie zu verstehen. Die Theorie ermöglicht einen Zugang zu diesen historischen Filmen, der berücksichtigt, dass das Interesse an Gesundheit staatlich und individuell sehr unterschiedlich gelagert sein kann. Der Ansatz berücksichtigt zudem die Besonderheiten des Films als Medium.

Die Forschung von Gudrun Löhrer wurde durch den DAAD, die Europäische Gesellschaft für Amerikastudien, die Deutsche Gesellschaft für Amerikastudien, die American Antiquarian Society und die University of East London unterstützt. Dafür bedankt sie sich! Als Mitglied des Netzwerks Körper in den Kulturwissenschaften wird sie zudem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Gudrun Löhrer hat bevor sie am John-F.-Kennedy-Institut lehrte, an der University of East London und der Universität zu Köln unterrichtet. Bevor sie im Wintersemester 1997/98 ihr Studium an der Universität Hamburg begann, hat sie in diversen non-profit-Organisationen gearbeitet und eine Ausbildung zur Fremdsprachenkontoristin absolviert.

Mitgliedschaften

German Association for American Studies

Labor and Working Class History Association

Society for the Social History of Medicine

Voluntary Action History Society (United Kingdom)

 

Konferenzen: Organisation und Mitwirkung

Internationale Tagung: Visual Histories of the United States. Co-Organisation mit Volker Depkat (Regensburg) und Andre Dechert (Münster). Akademie für Politische Bildung, Tutzing (08.02.-10.02.12) Siehe Call for Papers

http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=19709

Internationales Symposium: „Birds and Bees: Transnational Histories of Sex Education“. Co-Organisation mit Frauke Brammer, John F. Kennedy-Institut für Nordamerikastudien, Freie Universität Berlin (6.7.2012)

/jfki/faculty/history/persons/loehrer/BirdsandBeesPoster.pdf

Internationales Symposium: Reconstruction, Representation and the Rules of the ‘Democratic Game’Co-Organisation mit Kirsten Twelbeck und Silke Hackenesch, John F. Kennedy-Institut für Nordamerikastudien, Freie Universität Berlin: 19.-20.06.2009.

Panel Chair: Making it Home: Interdisciplinary Perspectives on Recognition and Displacement in America (Graduate School of North American Studies, 11.-12.05.2012, Freie Universität Berlin)

Panel Chair: Bodies of Resistance: Conceptions of Gender, Race, and Identity (Konferenz: American Bodies: Interdisciplinary Perspectives on Modes of Power“, Graduate School of North American Studies, 27.-28.05.2011, Freie Universität Berlin)

Respondenz zu den Vorträgen von Berith Betke “Anleitungen zur Gesundheitsvorsorge – Ausstellungen des Deutschen Hygiene Museums Dresden in Entwicklungsländern”

Und Benjamin Marent “Partizipation als kommunikative Strategie der Gesundheitsvorsorge. (Interdisziplinärer Workshop: Rationalitäten der Medizin, Universität Halle-Wittenberg, 15./16.04.2010)

Respondenz zum Vortrag von Elizabeth Young “Photograph, Portrait, Parody: Lincoln in 19th Century Visual Culture. Konferenz: Reconstruction, Representation and the Rules of the ‘Democratic Game’. John F. Kennedy-Institute, Free University of Berlin, 19.-20.06.2009.

 

Ausgewählte Vorträge:

Affecting Body and Mind - Audio-Visual Sex Education in “Damaged Lives”, Konferenz: Birds and Bees: Transnational Histories of Sex Education, John-F.-Kennedy-Institut, Freie Universität Berlin, 6.7.2012

Filmgespräch zum Film J. Edgar, Urania, Berlin 19.03.2012

Filmgespräch zum Film Black Power Mix Tapes, Urania, Berlin 20.03.2012

Strictly Personal: Hygiene als Matrix biopolitischer Selbstführung in amerikanischen Lehrfilmen, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, 12.05.2011

Sex Sells? Polytheist Eroticism on Early 19th-Century American Paper Money
To Think is to Experiment“ des Centre for Narrative Research, University of East London, 18.05.2011

Die Freiheit gesund zu sein? Die Begegnung von Arzt und Patient_in im Film. Szenen des Erstkontakts zwischen Arzt und Patient. Interdisziplinäre Konferenz, Medizinhistorisches Institut der Rheinischen Friedrich Wilhelms-Universität , 18.-19.06.2010.

WissenMacht gesund: Formen der Wissensgenerierung in gesundheitspolitischen Filmen, Universität Erfurt, 20.01.2009.

Media of Exchange: Prolegomena zu einer Kulturgeschichte des Papiergeldes im Jacksonian Age, Universität zu Köln, 05.12.2009.

“Education is Our Weapon”: Cinematic Governmentality in 1940s Health Films of the NTA Society for the Social History of Medicine Annual Conference: History and the Healthy Population: Government, Health & Medicine, University of Glasgow, 03.-05.09.2008.

The Concept of Governmentality in American Public Health Motion Pictures in the 1940s
Washington Society for the Social History of Medicine Conference, Bethesda, MD, 18.05.2007.

"Get Anopheles Anni!" – Sexualities, Diseases and 'Criminals' in World War II Public Health Films. Konferenz: Gender Unbound – An International and Interdisciplinary Conference on Gender and the Law, Keele University, 9.-11.7.2007.

Ansteckende Tiere in US-Amerikanischen Lehrfilmen, Internationale Konferenz:
“Tiere im Film – Eine Menschheitsgeschichte” Universität zu Köln, 7.-9.7.2006.

 

Mitarbeit in drittmittelgeförderten Forschungsprojekten

Netzwerk Körper in den Kulturwissenschaften. Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Ausgewählte Publikationen:

The Mauthausen Concentration Camp Complex: World War II and Postwar Records. Co-Authored by Amy K. Schmidt and Gudrun Loehrer. National Archives and Records Administration, Washington, DC. (2008)

 

Herausgabe:

Netzwerk Körper, ed. What Can a Body Do? Praktiken und Figurationen des Körpers in den Kulturwissenschaften. Frankfurt am Main/New York: Campus, 2012.

 

http://www.campus.de/wissenschaft/kulturwissenschaften/What+Can+a+Body+Do%3F.99581.html

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1862261/

 

Beiträge Sammelbände

Anopheles Anni vs Private Snafu: Gender and Sexuality in 1940s Animation Films, in: Maren Möhring, Massimo Perinelli, Olaf Stieglitz (Hg.): Tiere im Film: Eine Menschheitsgeschichte der Moderne. Bielefeld: transcript. (2009)

Der Erstkontakt im gesundheitspolitischen Film: Anregungen zur Selbstführung, in: Walter Bruchhausen, Céline Kaiser (Hg.): Szenen des Erstkontakts zwischen Arzt und Patient. Bonn: V&R unipress. (2012)

http://www.v-r.de/de/title-0-0/szenen_des_erstkontakts_zwischen_arzt_und_patient-1009360/

Arbeiten in: Netzwerk Körper, (Hg.): What Can a Body Do? Praktiken und Figurationen des Körpers in den Kulturwissenschaften. Frankfurt am Main/New York: Campus, (2012)

 

Rezensionen

Rezension zu: Dickstein, Morris: Dancing in the Dark. A Cultural History of The Great Depression. New York 2010, in: H-Soz-u-Kult, 31.03.2011.

Rezension zu: Welskopp, Thomas: Amerikas große Ernüchterung. Eine Kulturgeschichte der Prohibition. Paderborn 2010, in: H-Soz-u-Kult, 11.05.2011.

 

Publikationen in Vorbereitung:

Buchmanuskript:

Celluloid Health Care: A Cultural History of Tuberculosis and Malaria Health Films in the United States

„We’re Going Down in History: The Women’s Martial Arts Movement from a Transnational Perspective“