Forschungskolloquium der Abt. Literatur und Kultur

Auftakt des Forschungskolloquiums, das im vergangenen Semester von Andrew S. Gross organisiert wurde, war der Vortrag von Ruth Leys. Leys, Professorin für Geschichte und Geisteswissenschaften an der John Hopkins University und derzeitige Kollegiatin des Wissenschaftskollegs zu Berlin, sprach zum Thema „Shame Now“.

Leys’ Kollege an der John Hopkins und Mit-Kollegiat Michael Fried setzte sich mit „Jeff Wall, Wittgenstein, and the Everyday“ auseinander. Auch Eric de Chassey von der Université François Rabelais de Tours ging Fragen des Photographischen in seinem Vortrag „Flat Displays: Photographing Shop Windows, from Walker Evans to Martha Rosler“ nach, während Gastprofessor Winfried Siemerling von der Université de Sherbrooke in Montreal neuere Arbeiten über Black Canadian Writing unter dem Titel “Beyond North American Borders: Canada and Transnational Literary Studies” präsentierte. Brisant waren auch die historischen Fallstudien, die im Mittelpunkt weiterer Präsentationen standen: Maria Diedrich (Universität Münster), „’Kasseler Neger’ and a German Black Diaspora“; Joel Pfister (Wesleyan University) „Mark Twain and the Americanization ‚Racket’“; Brook Thomas (UC Irvine) „The Legal and Literary Complexities of US Citizenship around 1900“; und David Van Leer (UC Davis) „Identity after Identity Politics: Studies in Classical American Sexuality“. In diesem Semester fand auch eine Lesung im Rahmen des Kolloquiums statt: Die Amerikanistin Gabriele Schwab (UC Irvine) und der bekannte indianische Dichter Simon Ortiz (Arizona State University) trugen aus ihrem gemeinsamen autobiographischen Projekt “Children of Fire, Children of Water” vor. Abgerundet wurde das Kolloquiumsprogramm mit dem Vortrag Gabriele Rippls von der Universität Bern zum Thema „Problems of Intermediality: Twentieth-Century American Literature and the Irreducibility of Images“.