Abteilung Literatur – Zu Gast bei der Abteilung Literatur/ Die Abteilung Literatur zu Gast

Im vergangenen Sommersemester konnten zahlreiche prominente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland im Rahmen der Ernst-Fraenkel Distinguished Lecture Series und des Forschungskolloquiums der Abteilung Literatur und Kultur am Institut begrüßt werden. Die Mitarbeiter der Abteilung Literatur hatten wiederum die Gelegenheit, ihre Forschung auf internationalen Tagungen von Hanover, New Hampshire bis Hamburg, von Heidelberg bis Giverny vorzustellen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Literatur organisierten zwei Workshops auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien, die sich durch ausgesprochen lebhafte Diskussionen auszeichneten. Thema der diesjährigen Tagung, die Mitte Mai in Heidelberg stattfand, war „The American Presidency and Political Leadership“. In dem von Catrin Gersdorf und Andrew S. Gross organisierten Workshop „Poetry and the Presidency: Inaugurations, Commemorations, Declarations, Refusals“ wurde dieses Thema in der Gesamtkonzeption sowie in Einzelbeiträgen mit Fragen des Poetischen verbunden. Andrew S. Gross sprach über „Personification as Poetic and Political Principle: The Case of Ezra Pound“, während Catrin Gersdorf den Vortrag “Voice Counter Voice: The Presidents of Langston Hughes, Robert Frost, and Adrienne Rich” hielt. Zusammen mit Vanessa Künnemann von der Universität Hannover organisierte MaryAnn Snyder-Körber den Workshop “Family Values: The Politics of Private Representation”, der Beiträge über so verschiedene Figuren wie Jefferson, Roosevelt und Hillary Clinton in einen produktiven Dialog brachte.

Im Rahmen ihres Seminars „US American Women’s Poetry in the 20th Century“ begrüßte zudem die Lehrbeauftragte Birgit Michaelis Roger Gilber (Cornell University), der über Adrienne Richs Telephone Ringing in the Labyrinth und Cathy Park Hongs Dance Dance Revolution sprach. In der vorletzten Woche des Sommersemesters war auch Andrea Carosso von der Universität Turin zu Gast in Bärbel Tischleders Hauptseminar „American Realism“, wo seine Präsentation über „Realism and the City“ für eine lebhafte Diskussion sorgte.

Dem Politischen im Kontext des Romans Operation Shylock von Philip Roth widmete sich Ulla Haselstein in Vorträgen in München (Tagung der Siemens-Stiftung zur „Poetischen Gerechtigkeit“) und Hamburg (im Rahmen der von Susanne Rohr organisierten Tagung „Holocaust, Representation, Art, and Taboo“). Neben weiteren Vorträgen an den Universitäten Bremen und Brno sowie vor der Herrigschen Gesellschaft Berlin trug Ulla Haselstein zu der internationalen Konferenz „L’un et le multiple. Sérialité et réproductibilité“ am Museum of American Art in Giverny mit einem Vortrag über „Seriality in Gertrude Stein“ bei.

Auf Einladung von Donald Pease war Bärbel Tischleder in diesem Jahr Mitglied der Faculty des Futures of American Studies Institute am Dartmouth College. Die Konferenz fand vom 16. bis 22. Juni in Hanover, New Hampshire, statt und drehte sich um „Re-Configurations of American Studies“ und die reflexive Wende des Fachs innerhalb und außerhalb der USA. Bärbel Tischleder hielt einen Plenarvortrag zum Thema „Nerves and Decoration: Revisiting Gilman’s Scene of Writing“, der die jüngste Aufmerksamkeit für materielle Kultur als Teil der Neuorientierung der Amerikastudien diskutierte. Sie wirkte außerdem beratend in den von Winfried Fluck und Eric Lott geleiteten Seminaren des Institutes mit.

Auch Heinz Ickstadt war im vergangenen Semester in Dartmouth College zu Gast. Sein Thema war „The Redefinition of American Identity in American Literary Modernism“. Außerdem hielt er Vorträge an der Universität Venedig über „The Late Work of Henry James“, „The Anglophone Canadian Novel of the 1970s“ und „Migrant Fiction in Montreal“ sowie über „Setting Sail Against the Day: The Narrative World of Thomas Pynchon“ auf der internationalen Pynchon-Tagung in München.

Michael Hoenisch hielt zwei Vorträge an der Universität Turin: „Dealing with Crisis: New Deal Documentary“ und „Direct Cinema and the Voice of Documentary“. In Berlin sprach MaryAnn Snyder-Körber an der Humboldt-Universität über „Bad Modernism: Cosmopolitan Calculation from Henry James to James Baldwin“ und präsentierte außerdem im Rahmen der American Embassy Literature Series die Schriftstellerin Amy Bloom und ihr Werk.