Start der zweiten Promovierendengruppe im Herbst

Im Oktober begann die zweite „Kohorte“ mit ihrem Promotionsstudium an der Graduiertenschule. Die Gruppe besteht aus insgesamt 15 Doktorandinnen und Doktoranden; ihr gehören Promovierende aus Bangladesch, Deutschland, Iran, Italien, Österreich und der Ukraine an.

Am 17. November hielt der Bundesbeauftragte für die deutsch-amerikanischen Beziehungen, Karsten Voigt, zum Start des neuen akademischen Jahres einen öffentlichen Vortrag über die Perspektiven in den transatlantischen Beziehungen nach dem Präsidentenwechsel in den USA („Transatlantic Relations Under a New US-Administration“). Voigt, der dem Beirat der Graduiertenschule angehört, gab den seiner Meinung nach berechtigten Hoffnungen auf eine Stärkung der Multilateralität in den Außenbeziehungen der USA Ausdruck, warnte aber gleichzeitig vor übertriebenen Erwartungen. Eine umfassende Ablösung militärischer Aktionen durch zivile pazifizierende Maßnahmen werde es auch unter einem Präsidenten Obama nicht geben, vielmehr kämen auf die Europäer verstärkte Forderungen nach größerem Engagement in den Kriegsgebieten zu. Auch die Auflösung des Gefangenenlagers auf dem Stützpunkt „Guantanamo“ werde nicht von heute auf morgen zu machen sein, und auch hier würden die europäischen Regierungen schwierige und umstrittene Aufgaben übernehmen müssen. Multilateralität bedeutet eben auch, dass Sich-Heraushalten schwieriger wird. Helga Haftendorn, ebenfalls Mitglied des Beirats und ehemalige Professorin für Internationale Politik an der FU Berlin, stimmte den Einschätzungen Voigts in einem Kommentar weitgehend zu und stellte sich gemeinsam mit Voigt anschließend der Diskussion mit dem Publikum.

Im Anschluss an den Vortrag wechselte das Publikum ins John F. Kennedy-Institut, um am Empfang zur feierlichen Wiedereröffnung der Bibliothek teilzunehmen, der von der Bibliothek und der Graduiertenschule gemeinsam veranstaltet wurde. (Katja Mertin)