Masterstudiengang

Hinweis: Die folgenden Informationen beziehen sich auf den Schwerpunkt Literatur im Rahmen des Studiengangs Nordamerikastudien. Einen Überblick über den gesamten Studienverlauf finden Sie hier.

Der Masterstudiengang mit Schwerpunkt „Nordamerikanische Literatur“ umfaßt folgende Lehrveranstaltungen:

  • Modul A Literaturgeschichte (10 LP)

Die amerikanische Literatur, die sich lange Zeit als kolonialer Ableger der englischen ver­stand und damit begnügte, amerikanische Inhalte in vertraute literarische Konventionen zu füllen, verfolgt seit Anfang des 19. Jahrhunderts das Ziel nationaler Besonderheit und Unab­hän­­gigkeit (insbesondere von englischen Vorbildern) auch im ästhetischen Bereich. Dies gilt für die amerikanische Romantik ebenso wie für die amerikanische Moderne, während sich die Postmoderne weitaus offener in transnationalen Bezugszusammenhängen versteht. Dieses Modul setzt sich mit signifikanten literarischen Bewegungen und literaturhistorischen Strö­mun­gen in der nordamerikanischen Kultur von ihren Anfängen bis zur Gegenwart aus­ein­ander. Die Literatur wird dabei aus ihren sozial- und kulturgeschichtlichen Zusammenhängen verstanden und in ihrer kulturellen Vielstimmigkeit betrachtet. Der Akzent liegt auf der Untersuchung literaturgeschichtlich besonders hervorgehobener Perioden (wie etwa der Romantik, der Literatur des späten 19. Jahrhunderts, der Moderne und der Postmoderne), der Literatur von Frauen, Subkulturen und ethnischen Minderheiten sowie vergleichbarer Entwicklungen und Besonderheiten der Literaturen Kanadas und der englischsprachigen Karibik.

Das Modul besteht aus einer Vorlesung (VL) und einem Hauptseminar (HS).

Beide Veranstaltungen werden innerhalb eines Jahres angeboten.

  • Modul B Literaturtheorie (10 LP)

In diesem Bereich sollen die wichtigsten Strömungen im Bereich der Literaturtheorie des 20. und 21. Jahrhunderts betrachtet werden, die das Verständnis von und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit fiktionalen Ausdrucksformen geprägt haben. Hier sind u. a. die Theorien des Strukturalismus, des Formalismus, des New Criticism, des Poststrukturalismus, der Dekonstruktion, des New Historicism, der postkolonialen und genderbezogenen Ansätze relevant. Besondere Berücksichtigung sollen die jeweils aktuellsten Entwicklungen in diesem Bereich wie auch Grundfragen der Ästhetik finden.

Das Modul beginnt mit dem Seminar „Positions of Literary Theory“, die einen Überblick über zentrale Ansätze und theoretische Paradigmen vermittelt und setzt sich mit einer vertieften Auseinandersetzung mit ausgewählten Paradigmen im Hauptseminar fort.

Beide Veranstaltungen werden innerhalb eines Jahres angeboten.

  • Modul C Literarische Textanalyse (10 LP)

Zur Entschlüsselung fiktionaler Wirklichkeiten, seien diese in den Genres Prosa, Lyrik, Drama, Film, Fotografie oder anderen angesiedelt, ist Kompetenz in den Techniken des „close reading“ von zentraler Wichtigkeit. Zu den Techniken einer textbezogenen Analyse gehören z. B. gründliche Kenntnisse der Schlüsselbegriffe, die in der Narrativik entwickelt worden sind. Diese beinhalten u. a. die unterschiedlichen Erzählsituationen und -perspektiven, die verschiedenen Fokalisierungsvarianten, die Techniken des raumzeitlichen Entwurfs und die Figurenzeichnung. Das Modul wird sowohl theoretische Kenntnisse der unterschiedlichen – und in den verschiedenen Genres je anders akzentuierten – Ansätze in der Erzähltheorie und deren zentrale Fragestellungen und Schlüsselkonzepte vermitteln als auch die Techniken der praktischen Anwendung intensiv üben. Die Textanalysen können in den unterschiedlichen Genres sowohl am Werk spezifischer Autoren wie auch an signifikanten Texten einzelner Autorinnen und Autoren durchgeführt werden.

Das Modul besteht aus einer Grundlagenveranstaltung und einem Hauptseminar.

Beide Veranstaltungen werden innerhalb eines Jahres angeboten.

Die oben angebenen Modulbezeichnungen entsprechen der aktuellen Studien- und Prüfungsordnung. Ältere Studienordnungen finden Sie auf den Seiten des Prüfungsbüros.